Handys für Senioren

Senioren haben andere Anforderungen an ein Handy als Jugendliche, Kinder oder berufstätige Erwachsene. Das Senioren Handy trägt dem Rechnung und geht speziell auf die Bedürfnisse der älteren Generation ein. Handys für Senioren haben große Tasten, einen Notruf, sind mit dem Hörgerät komptatibel.

Wenn das Handy smart und praktisch sein soll – Besondere Geräte für Senioren

Die Generation 60+ ist im digitalen Zeitalter angekommen. Längst ist es normal, dass Senioren und Seniorinnen mit dem Computer umgehen können, im Internet surfen und ihre Bankgeschäfte online erledigen. Die ältere Generation programmiert, kann ganz selbstverständlich Chatprogramme nutzen und organisiert sich in den sozialen Medien. Aber nicht über das Handy. Das Senioren Handy ist in erster Linie zum Telefonieren da.

Handy im ursprünglichen Sinn – Telefonieren unterwegs

Das Senioren Handy bietet die Gelegenheit, unterwegs Telefonate zu führen. Die ersten Handys waren groß und unpraktisch im Vergleich zu den heutigen Geräten, aber sie ermöglichten ganz unkompliziert das Absetzen eines Anrufs fern des stationären Telefonapparats auf dem heimischen Nachttisch. Sie sollten für Notfälle da sein, schnelle Hilfe rufen können.

Das Senioren Handy ist für genau diesen Fall da: Jemand ist unterwegs und stürzt, wird angegriffen oder erleidet einen medizinischen Notfall irgendeiner Art. Handys für Senioren sind mit Kurzwahltasten ausgestattet, die mit einem Tastendruck nahe Verwandte oder Freunde kontaktieren, einen Notruf absetzen oder den behandelnden Arzt kontaktieren. Alles ist möglich – oder entscheidet selbst, welche Kurzwahl wie programmiert wird.

Smarte Helfer im Alltag mit besonderen technischen Fähigkeiten

Viele Handys für Senioren sind speziell für die Träger und Trägerinnen von Hörgeräten konzipiert. Denn das kleine Gerät im Ohr verstärkt nicht einfach den Ton, sondern macht die Nutzung eines Telefons auch etwas unangenehm. Ob ein Gerät hörgerätkompatibel ist, gibt der Hersteller an. Oft findet man eine Abstufung zwischen M1 und M4 sowie T3 oder T4, auch die Angabe HAC (Hearing aid compatible) ist oft zu finden. Der Standard wurde schon in den 1970er Jahren für Festnetzgelefone genutzt. Ausschlaggebend ist hier die audio-magnetische Kopplung der Spule. Klingt kompliziert, bedeutet aber nur eines: Das Hörgerät muss störungsfrei funktionieren, wenn mit dem Handy telefoniert wird. M3 und M4 sind heute Standard bei Handys für Senioren (M4 ist besser), T3/T4 sollte es dann auch sein.

Ein weiteres Problem ist die Lautstärke des Geräts. Während der Großteil der Bevölkerung die Ruftöne und Warntöne eher leise stellt, um nicht zu sehr von Piepsen und schrillen Tonfolgen genervt zu werden, müssen diese Töne beim Senioren Handy sehr viel lauter sein. Sonst werden sie gar nicht wahrgenommen. Die Lautstärken, die ein Senioren Handy erreicht, sind also höher als bei anderen Geräten.

Sehschwäche? Kein Problem!

Handys für Senioren sind außerdem meist mit größeren Tasten ausgestattet und haben ein großes Display. Das Display hat keine kleine Schrift oder kleine Symbole, wie die meisten Smartphones, sondern zeigt alles etwas größer an. Das kommt Personen mit einer Sehschwäche entgegen. Und der Rest wird über leicht verständliche Apps gelöst: Die Lupenfunktion nutzt die Kamera und erleichtert das Lesen von Arztrezepten genauso wie den Einkauf. Handys für Senioren sind umfassend für die Bedürfnisse der älteren Generation ausgelegt.